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D-Glucose Keilstrich

Schnelle und einfach durchzuführende Methoden zur quantitativen Blutglucosebestimmung sind unerlässliche Hilfsmittel zur Erkennung sowie zur Therapie- und Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus.

Der Diabetes mellitus ist besonders durch die in den letzten drei Jahrzehnten veränderten Eß- und Lebensgewohnheiten eine der häufigsten Stoffwechselkrankheiten der Wohlstandsgesellschaft geworden. Etwa 2-3% der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland leiden an einem manifesten Diabetes, bei 8-10% wird mit einem subklinischen Diabetes gerechnet. Die Mehrzahl der Diabetiker im subklinischen und jeder zweite bis dritte im manifesten Stadium sind noch nicht erkannt. Ab einem Alter von 40 Jahren steigt die Diabetes-Gefährdung steil an.

Das Schicksal des Diabetikers wird heute bei der höheren Lebenserwartung weitgehend von Gefäßerkrankungen bestimmt. Bereits im subklinischen Stadium kommt es zu vorzeitigen degenerativen Gefäßerkrankungen, die Grundstein für spätere Komplikationen sind. Deshalb muss der Diabetes mellitus frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Kann eine Normalisierung der Stoffwechsellage durch eine geeignete Diät und körperliche Bewegung nicht erreicht werden, erfolgt die Behandlung zusätzlich mit oralen Antidiabetika oder Insulingaben.

Voraussetzung für eine gute Einstellung des Diabetes mellitus ist die sorgfältige Therapiekontrolle durch den Arzt und den Patienten selbst. Sie dient der Kontrolle der Stoffwechsellage sowie der Früherkennung und Kontrolle von Begleiterkrankungen. Hierbei spielt die regelmäßige Blutzuckerbestimmung eine wesentliche Rolle.

Wir weisen darauf hin, dass, unabhängig vom Testsystem, ermittelte Blutmesswerte venösen Ursprungs je nach Individuum unterschiedlich stark von den Werten, die mit Kapillarblut erzielt wurden, abweichen können.

 

Diagnose des Diabetes mellitus nach der American Diabetes Association (Kriterien von 1997) :

  Nüchtern-Plasmaglucose 2-Stunden oGTT (75g) Nüchtern-Vollblut 2-Stunden oGTT (75g)

normal

in mg/dl

< 110

< 140 venös

< 160 kapillär

< 100

< 120 venös

< 140 kapillär

IFG/IGT

in mg/dl

110 - 125

140 - 199 venös

160 - 219 kapillär

100 - 109

120 - 179 venös

140 - 199 kapillär

Diabetes

in mg/dl

> 126

> 200 venös

> 220 kapillär

> 110

> 180 venös

> 200 kapillär

oGTT = Oraler Glucosetoleranztest

IFG = impaired fasting glucose = gestörte Nüchternglucose

IGT = impaired glucose tolerance = gestörte Glucosetoleranz

 

Weiter Informationen zu Diabetes mellitus :

http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2012/DuS_S2-12_Praxisempfehlungen_Kerner-Brueckel_S84-87.pdf

http://www.diabetes.org/diabetes-basics/diagnosis/

 

 

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